|
Die Erneuerung ist eine Zeremonie die alle 12 Jahre ( Amazonien Zeitrechnung = 3 Jahre sind 1 Neuzeitjahr ) stattfinden muß, da Pallas-Athene ihre Vertreterinnen auf Erden nur für eben diese 12 Jahre in das Amt der Königin der Amazonen und Hohe Priesterin und das Amt der Richterin der Amazonen (Arbita) eingesetzt, und sie mit der entsprechenden Kraft ausgestattet hat. Normalerweise ist diese Zeremonie auch ein recht unkomplizierter Akt, solange die beiden Probanten, in den vergangenen 12 Jahren, sich im Sinne von Pallas verhalten haben. Aber diesmal war alles ganz anders. Jenova, das schwarze Schaf in der Götterfamilie, erhob Anspruch auf den Thron. Ob nun auf beide Positionen, also Richterin und Königin, blieb unklar. Auf jedenfall erhob Jenova schwerwiegende Anklagepunkte, die es galt zu wiederlegen und um Pallas zu entsprechenden Entscheidungen zu verhelfen.
Jenova, die ja nur Geist ist, hat für die Zeremonie besitz von Ulli McMahon genommen und spricht aus dessen Munde die Anklage:
"Aus mir spricht die Dritte des göttlichen Bundes. Ich verleihe Jenova eine Stimme. Du Amelie und du Atrista ihr durftet leben, während meine Seele in all den Dekaden ein jämmerliches Dasein fristen musste. Ermordet von Artemis, ermordet von der eigenen Mutter. Mein göttliches Leben wurde jäh beendet und das Schicksal der Amazonen in eure Hände gelegt. Was die ehrwürdige Göttin bewogen hat. Diese beiden, für die Welt nutzlosen Figuren mir, der göttlichen Jenova, vorzuziehen wird wohl immer ein göttliches Geheimnis bleiben. Schaut mich an. Ich bin eine von euch. Hätte Pallas das Schicksal der Amazonen in meine Hände gelegt, ich hätte euch nicht nur bekannt gemacht, ich hätte euch berühmt gemacht. Bei mir hätten Krieger das Sagen so wie es euch zusteht, alle anderen wären Diener der Krieger und hätten euren Wohlstand zu mehren. Kein Schmarotzen und Durchfüttern von Fremden. Ich hätte euch Paläste gebaut und die Welt würde euch zu Füssen liegen. Königin nennst du dich? Hast du je eine Botschaft mit dem Schwert geschrieben? Wie kannst du dich nur Königin eines streitbaren Volkes nennen. Du bist eine Schande. Politik nennst du es und glaubst mit dem Wort und dem Kompromiss einen dauerhaften Frieden zu sichern. Wer braucht schon deinen Frieden. Du bist schuld wenn die Schwerter dieser ehrenwerten Krieger stumpf werden. Du bist schuld daran dass in diesem Land jeder Hilfsbedürftige durchgefüttert wird. Du nimmst deinen Kriegern was ihnen zusteht und verteilst es bei den Nutzlosen. Ehrenwert ist was anderes. Dein Diebstahl schadet deinen Kriegern. Du hast dich mit der Unterwelt zusammengetan. Hast ein Bündnis mit den Schatten gegen deine eigene Schwester geknüpft. Hast du dir dein feines Tuch eingenässt bei dem Gedanken an einen Kampf mit einem übermächtigen Gegner? Du kannst nicht mehr Königin sein. Du bist eine Schande. Du gehörst nicht auf einen Thron, du gehörst an einen Fluss. Dahin wo die Weiber ihre Wäsche waschen. Du sollst deine Göttlichkeit und Unsterblichkeit verlieren. Versuche wenigstens im Tode ehrenhaft zu sein.. Höchstens noch unter mir könntest du Königin sein, vielleicht bist du ja noch zu etwas nützlich."
Gegen Atrista geiferte Jenova in Körper und Geist von Ulli McMahon dan weiter:
"Atrista, was ist nur aus dir geworden? Wir waren uns einmal ähnlich. Die Hoffnungen der Götter ruhten auf dir. Kannst du überhaupt in der Nacht schlafen, oder quälen dich die Seelen der toten Amazonen die du auf dem Schlachtfeld hinterlassen hast. Tanzen die Gesichter dieser tapferen Frauen durch dein Schlafgemach während du dir lustvoll eine Amazone als Zofe geholt hast. Du bist eine Versagerin. Diese Toten haben nur deine Macht gestärkt nicht aber Amazonien. Im Gegenteil. Du musstest einen Rückzieher nach dem anderen machen, sogar euer schönes Land musstet ihr verlassen. Hier hast du dir wie selbstverständlich Land angeeignet das einem anderen Volk gehört. Die tausend Tode waren sinnlos und sinnloser Tot nenne ich Mord. Dein Hass auf das griechische Volk ist über eure Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Griechen verehren unsere Göttin Pallas und Pallas ist ihnen wohl gesonnen. Aber was kümmert dich Pallas. Gleich zweimal hast du die Griechen angegriffen und jedes Mal haben sie dir eine Lehre erteilt. Das lässt dir Pallas nicht durchgehen. Mit eiskalter Arroganz trittst du denen gegenüber die dich verehren. Deine nutzlose Schwester hat dagegen die Temperatur von flüssigem Metall. Nichts Göttliches ist in deinen Entscheidungen und nichts Menschliches. Hat uns Artemis nicht die Keuschheit gelehrt, die Zurückhaltung und die Achtung der Jungfräulichkeit? Auch diese Lehre hast du missachtet. Hast dir ohne Ansehen von Alter und Stand die Frauen aus deinem Volk geholt. Deine Laster sind mir nicht verborgen geblieben. Und auch den Göttern nicht. Schade dass du mir jetzt nicht in die Augen sehen kannst. Du würdest deiner Nachfolgerin in das Gesicht blicken. Du hast dich als unwürdig erwiesen und da ich für dich keine Verwendung habe. Bleibt mir nur deinen Tod zu fordern. Pallas wird mir diesen Wunsch sicher gerne erfüllen."
Nach diesen Reden der Anklage von Jenova fragte Artemis, die wiederum als Göttin sich den Körper und Geist von Brigitt Loening genommen hat um auf Erden reden zu können, Amelie die Königin, was sie dazu zu sagen hätte.
Die Königin drehte sich langsam zum Volk, schaut in die Runde und lächelt Jenova wissend an und flüstert bestimment:
"Jenova, schau mir in die Augen!"
Nach einer kurzen Pause wurde die Königin lauter:
"Nun, anscheinend kannst du das nicht, aber ich sage dir eins, du hast recht. Ich bin schuldig in allen Punkten.
Nach diesem Wort "schuldig" erhob sich ein raunen und unverständnis im Volk, denn das hatten sie nicht erwartet. Ihre Königin bekennt sich schuldig, das wird ihr den Kopf kosten, wie konnte sie nur.
Amelie Cimino, die Königin, wartete bis wieder Ruhe eingekehrt ist und dreht sich nun ganz zum Volk:
"Durch all das was Jenova mir vorwirft seid ihr das geworden was ihr jetzt seid, ein stolzes Volk, was sich nichts vorzuwerfen hat, und so soll es weiter gehen und ich habe eine große Stütze in all den Jahren gehabt und bin stolz darauf. Atrista heißt diese Stütze. Aber wir beide wären nicht das was ihr seid, unser Volk."
Die Königin dreht sich wieder mit dem Gesicht zum Thron und zu Pallas:
"Entscheidet nun was mit mir geschehen soll."
Das Volk war sich einig, das war eine kurze aber bestimmende Verteidigung, die eigentlich alles beinnhaltete um Jenovas Anklage in Frage zu stellen.
Nun fragte Artemis, Atrista was sie dazu zu sagen hätte.
Atrista, die Richterin, hebt langsam den Kopf und schaut in Richtung Thron und läßt ihren Blick nachdenklich auf Mascha Petrova der 1. Priesterin, die Vermittlerin der Göttin Pallas, stehen. Sie dreht sich langsam um und schaut auf die Menge die sich im Palast versammelt hat und streckt die Arme aus und deutet auf die Heilerin Ulli aus der Jenova gesprochen hat, während sie die Reihe der Krieger mit festen Blick anschaut. Atrista spricht grinsend und spöttisch:
"Was kümmert es den Mond wenn der Hund kläfft. Paläste will sie euch bauen. Fragt sie einmal wo die Paläste sind für die Krieger die sie vor ewigen Zeiten angeführt hat. Und fragt sie einmal wo das Volk ist für das sie ihre Kriege geführt hat. Fragt sie doch einmal worin die Berühmtheit ihrer Krieger besteht außer dem Tod auf einem sinnlosen Schlachtfeld, verscharrt im Dreck fremder Erde."
Atrista schreit zornig die Kriegerreihe an:
"Fragt sie!!"
Atrista wartet einen Moment und wendet sich Jenova zu, lächelt und sagt spöttisch:
"Ihr werdet keine Antworten bekommen. Gekläffe, nichts als widerliches Gekläffe. Wie eine läufige Hündin die nach ihrem Besteiger ruft kläffst du um die Macht. Du winselst um die Gunst von Pallas. Nicht einmal in dieser Stunde, wo ich meinem Tod, wenn Pallas so will, in die Augen schaue. Nicht einmal in dieser Stunde werde ich so winseln wie du."
Plötzlich fährt Atrista herum und schaut die Krieger an:
"Und ihr, Ihr habt mir die Treue geschworen. Schaut euch an. Der Stolz eines Volkes das noch existiert. Ihr habt zu Essen, ihr habt ein Schwert und einen Bogen. Euch mangelt es an nichts und die Nachbarvölker fürchten euch. Ihr seid das und ihr habt das was euch zusteht. Dem ganzen Volk geht es gut, dank der Güte und Voraussicht unserer Königin."
Während Atrista diese Worte sagt macht sie eine leichte Verbeugung zu ihrer Schwester Amelie, hebt wieder den Kopf und zeigt auf sich:
"Ich habe dafür gesorgt dass dies möglich ist, ich wohne in einem Palast."
Zu Jenova gewandt:
"Und du genau da wo du hingehörst Eingesperrt in eine Schatulle gesichert in einem Amulett."
Atrista macht eine kleine Pause und dreht sich zum Thron, zu Mascha der ersten Priesterin und Stimme von Pallas.
"Pallas, ich lege mein Schicksal in deine gütigen Hände Entscheide nun ob du dieses Volk das du selbst auserwählt hast und das dir alle Ehre macht Einer Wahnsinnigen überlassen möchtest Oder ob deine Töchter Amelie und Atrista weiterhin deinen Ruhm mehren dürfen Auch wenn wir deine Weisheit nicht immer verstehen Wir vertrauen deiner göttlichen Eingebung."
Pallas in Mascha Petrova erhebt ihre Stimme:
"Kind eines Kindes und Führerin des Schwertes. Komm mal kurz näher. Ihr wisst, das Jenova etwas Recht hat mit ihren Anklagen?
Die Königin nickt Pallas zu.
"Ihr seit also nicht unschuldig."
Atrista Vig legt Daumen und Zeigefinger zusammen und sagt:
"So viel."
Pallas fährt fort:
"Und nicht jedes Ziel heilligt alle Mittel. Aber ihr habt meine Kinder gut geführt. Ihr seid gerecht so wie es gut ist. Aber auch das ist hier nicht die Frage. Im Grunde habe ich nur eine Frage als Prüfung für euch.
Steht ihr noch treu zu uns, Pallas, Arithrea, Aeniugna und Disopia?
Atrista schaut erstaunt hoch und ruft:
Wie könnten wir anders handeln und denken, ihr seid die, die uns führen, wir leben durch euch ihr Ehrwürdigen.
Mascha Petrova runzelt leicht die Stirn:
"Ja, oder nein?"
Atrista antwortet: " Ja."
Die Königin schaut auch erstaunt hoch:
"Ich habe keine Veranlassung unseren Göttern nicht die Treue zu geben,
ja!"
Pallas schaut Amelie lächend und aufmunternd an und sagt:
Kind von einen Kind steckt dein Eisen ein. Ich, Pallas segne dich mein Kind Amelie. Sei weiter eine gue Köngin und Hohepriesterin.
Nun wendet sie sich zu Atrista:
"Ich , Palla, segne auch die, Atrista, sei ein gute Richterin, nur, m du bist gut in der Rede, nur manchmal ist Klarheit besser."
Atrista und Amelie nicken Pallas mit den Worten des Dankes zu.
Mit den Worten von Pallas:
"Nun ziehe ich mich zurück und übelasse der ersten Priesterin wieder ihren Körper."
drehen sich Atrista und Amelie dem Volke zu, welches befreit von der Anspannung in Jubel ausbricht.
Damit ist die Herrschaft der Hoheiten wieder für 12 Jahre gesichert. |
Kommentare
Solche Spiele kann man nicht jeden Tag spielen, dafür bleiben sie aber um so besser in Erinnerung. Wenn ich mir die Dialoge so nachlese dann muss ich sagen, dass es auch einer schöner Schlagabtausch war.
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.